Nieder-Mooser

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Über 225 Jahre

Nieder-Mooser

Oestreichorgel

08.07.- 09.09.

2017

Die Baugeschichte der Nieder-Mooser Kirche seit 1785

 

Kirchlich gehörte Nieder-Moos zu Beginn des 11. Jahrhunderts zum Kirchspiel Crainfeld. Mit zunehmender Bevölkerung mussten die anfangs umfangreichen Großkirchspiele geteilt werden. So wurde Nieder-Moos 1524 Pfarrei mit 11 Filialorten und bekam den ersten eigenen Pfarrer. Nach der Überlieferung war die alte Filialkirche im Jahre 1467 zerstört worden. Ursache und Umfang der Zerstörung werden nicht genannt.

 

Über die Gestalt der 1467 zerstörten Kirche wissen wir nichts. Sie stand wohl, wie ihre Nachfolgerin, inmitten des noch heute außerhalb des Ortes befindlichen Friedhofs. Dort ist noch heute ein Stein zu sehen, der die Jahreszahl 1521 trägt. Nach der Chronik soll er über dem Portal der im Jahre 1785 abgebrochenen Kirche eingemauert gewesen sein. Über diese zweite Kirche wissen wir auch nur weniges. 1657 wurde ihr Turm repariert und abermals 1693, als "faules Holtz" ersetzt worden war.

 

Offenbar hatte die Kirche allerlei Gebrechen, denn Pfarrer Balthasar Dieffenbach begann um 1750 einen "Kampf“ um einen Neubau der Kirche, diesmal mitten im Ort. Dadurch entzweiten sich die Bürger der Kirchspielgemeinden in so genannte Reparanten, die nur die alte Kirche reparieren wollten und in Anhänger der Neubau-Idee. Die Verhandlungen dauerten Jahre.

 

Am 23.9.1782 wurde schließlich der neue Kirchenbau von der Patronatsherrschaft "gnädigst befohlen". Das Dekret vom 28.9.1782 enthielt den Beschluss, dass "im Ort" gebaut werden sollte.

 

Im Hochsommer 1783 wurde schließlich der Baumeister Johann Georg Linck aus Brückenau beauftragt, die neue Kirche zu bauen. Sein Plan fand Gefallen und am 12. August 1784 wurde der Grundstein zur neuen Kirche gelegt.

 

In der "ganz offen stehenden Kirche" hatte man schon am 1. Sonntag nach Trinitatis 1785 den ersten Gottesdienst abgehalten. Am 11. Oktober 1785 war das Mauerwerk des Kirchenraumes fertig. Drei Wochen vorher hatte man den Turm der alten Kirche abgebaut, denn er sollte bei der neuen Kirche verwendet werden. Die Maurer hatten das Turmmauerwerk aber erst am 26. August 1786 beendet. Dann konnte der hölzerne Turmhelm aufgeschlagen werden, bei dem der kleinere alte Turmhelm mit verwendet wurde. Zum Jahresende 1786 war zwar der Turm mit Schiefern gedeckt, aber über dem Kirchenraum stand noch ungedeckt die Dachkonstruktion. Nachdem dann im Frühjahr 1787 das Dach gedeckt worden war, konnten die Zimmerleute beginnen, die Emporen einzubauen.

 

Die Orgel musste wegen Geldmangel "der Zukunft überlassen" bleiben. Doch schon 1790 war es möglich, mit dem Orgelbauer Johannes Oestreich aus Oberbimbach einen Vertrag zu schließen. Am 9. Sonntag nach Trinitatis des Jahres 1791 erklang die Orgel zum ersten Mal im Gottesdienst.

 

Nach einem neuerlichen Krieg konnte erst 1808 mit den Malerarbeiten begonnen werden, die im Frühjahr 1809 den Bau der Kirche endlich beendeten.

 

 

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